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Werden Windräder zu Gummibärchen verarbeitet?

Autor: admin | 06.02.2023

Während einige Bestandteile von ausgedienten Windkraftanlagen wiederverwertet werden, bleibt für die Rotorblätter bislang nur eine umweltschädliche Entsorgung. Für die Zukunft könnten neue Materialien Rotorblätter am Ende ihrer Lebensdauer zu Gummibärchen werden lassen.


Zum Ausbau der Erneuerbaren ist Windkraft unablässig. Doch zu welchem Preis? Mit den altertümlichen Windmühlen haben die Windkraftanlagen von heute nicht mehr viel zu tun. Leider sind die auch noch nicht so leicht zu recyceln, wie die urtümlichen Holzwindmühlen.


Rotorblätter von Windkraftanlagen verwertbar machen


Es beschäftigen sich schon mehrere Unternehmen mit dem Recycling von Windkraftanlagen. Sie wollen der Verschwendung und Umweltverschmutzung entgegenwirken, die von den unverwertbaren Turbinenblättern der modernen Windmühlen ausgehen. Denn statt sie sinnvoll wiederverwerten zu können, entsorgt man den Großteil ausgedienter Windradrotorblätter nach rund 25 Jahren Laufzeit bislang einfach auf Mülldeponien. Immerhin kann ein einzelnes Rotorblatt von meist dreien ganze 60 Meter lang sein.


Recyclingfähiger Verbundstoff für Windradturbinen verfügbar


Eine der Recyclingideen klingt dabei besonders merkwürdig. Man will Gummibärchen aus alten Rotorblättern von Windrädern herstellen. Geht denn das überhaupt? Theoretisch schon.


Dazu müsste zukünftig ein neues Verbundharz zur Herstellung von Rotorblättern eingesetzt werden. Dieses besteht aus synthetischen wie auch natürlichen Rohstoffen und lässt sich beim Recyceln zu Nahrungsmittelzusätzen zurücktransformieren.


Genau mit diesem neuen Material für die Rotorblätter experimentieren Professor Dorgan und seine Forscherkollegen von der Michigan State University in den USA. Es handelt sich dabei um einen Werkstoff aus pflanzlichem Polymer und einem Äquivalent synthetischen Ursprungs. Aus diesen und weiteren Rohstoffen setzt sich das neuartige Verbundharz zusammen. So entsteht ein Kunstharz, welches mit Glasfasern verstärkt als Fiberglas die belastbare Hülle der Windradrotoren bilden soll. Es ist stabil genug für Windenergieanlagen und recyclebar. Somit könnte es eine umweltfreundlichere Alternative zu derzeitigen Materialien für Windräder sein.


Wie kommt das Windrad ins Gummibärchen?


Wird das Material nach dem Rückbau von Windkraftanlagen zerkleinert, lässt sich das Kunstharz wieder verflüssigen. Entfernt man die Glasfasern, kann der Harzanteil in seine künstlichen wie auch natürlichen Rohstoffe zerlegt werden. So könnten die einzelnen Komponenten wieder zu neuen, vollwertigen Rotorblättern oder anderen Produkten verarbeitet werden. Beispielsweise zu Arbeitsplatten für Küchen, zu Windeln oder zu Autoteilen und Softdrinks.

Beim Trennen der Materialien entsteht obendrein Kaliumlaktat in Lebensmittelqualität. Dieses ist bereits als Zusatzstoff in Nahrungsmitteln erlaubt und kann gereinigt und aufbereitet in Sportgetränken oder Süßigkeiten verarbeitet werden.

Das aus Rotorblättern gewonnene Kaliumlaktat in Gummibärchen stelle, nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, keine weiteren gesundheitlichen Probleme dar.

Wie Professor Dorgan berichtet, hat er seine Windrad-Gummibärchen bereits selbst gegessen. Außerdem erklärt er, dass Kohlenstoffatome aus pflanzlichen Quellen feinstofflich nicht anders sind als solche aus fossilem Brennmaterial.


Vorrangig sollen die Forschungen zeigen, dass auf Feldern Biomasse nachwächst, welche zu belastbaren Kunststoffmaterialien verarbeitet und zu Nahrungsmitteln zurückgewonnen werden kann.

Leider können zurzeit noch nicht genügend solcher recycelbaren Rotorblätter gebaut werden, wie es der Markt verlangt. So bleibt das Windrad für Gummibärchen vorerst Forschungsobjekt. Sollten Studien zeigen, dass die Rotoren aus dem wiederverwertbaren Verbundharz den alltäglichen Belastungen von Witterung und Verschleiß standhalten sowie der Bedarf da sein, könnte zügig in größeren Mengen produziert werden.


An den schwer zu recycelnden Rotorblättern können ebenso die riesigen Stahlbetonfundamente von Windkraftanlagen vermeidbare Schäden in der Natur anrichten. Aus gesundheitlicher Sicht wirkt sich ebenfalls der Infraschall und Schattenwurf von Windrädern negativ auf Mensch und Tier aus. Welche Folgen Windräder durch ihre Effekte auf die Luftströmung und das Klima haben, ist noch nicht abschließend geklärt.


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