ENSI fordert Notfallzentrum - es ist nicht 1. April
Autor: admin | 05.03.2015Wäre 1. April könnte man es als Scherz abtun, ausgerechnet die Behörde die Bohrlöcher jahrelang übersieht und Mühleberg wieder ans Netz gehen lässt, will nun ein Notfallzentrum.
Die Atomaufsichtsbehörde verlangt von den Betreibern der fünf Schweizer Kernkraftwerke ein externes Notfallzentrum. Nur damit könne man im Notfall „unter erschwerten Bedingungen“ sicher arbeiten.
Eine
ehrliche Atomaufsichtsbehörde die für die Steuergelder, die sie für
den Unterhalt ihrer Behörde bekommen, im Interesse der Bürger
arbeiten, würde kein Notfallzentrum fordern – sondern die
Schließung der Anlagen! Das ENSI ist nicht nur scheinheilig, sondern
offensichtlich wirklich einfach etwas dumm. Ein einziger solcher
Notfall, der ein solches Zentrum rechtfertigt, würde ein paar
Millionen Strahlenopfer und eine auf Jahrhunderte verseuchte Schweiz
bedeuten. Wohin sollen den Strahlenopfer aus dem Mittelland evakuiert
werden? Auf den Gotthard? Die Schweiz ist ganz einfach zu klein für
AKW-Anlagen und das Risiko eines verseuchten Landes ob mit oder ohne
Notfallzentrum viel zu groß.
Wo andere Länder wenigstens noch genügend Fläche haben, um Menschen zu evakuieren und ein Gebiet einfach auf Jahrhunderte als Sperrzone zu erklären, wäre es einfach das Ende der Schweiz. Wer es nicht glaubt, werfe bitte mal einen Blick auf eine Landkarte. Zum Beispiel Europa, es darf aber auch die ganze Welt sein – wichtig wäre nur, dass der Maßstab stimmt und nicht wie einst im Geografieunterricht, der Maßstab aus pädagogischen Gründen Humbug ist.
Das ENSI ist wie ein Plazebo – eine Behörde, die so tut, als täte sie etwas für die Sicherheit ihrer Bürger. Dabei tut das ENSI nur etwas zum Erhalt der eigenen Behörde – kein AKW, klar kein ENSI.
Mehr als eine angegamelte Banane ist uns der Schildistreich vom ENSI nicht wert.
Quelle: 20Minuten
Bildquellenangabe: knipseline / pixelio.de



