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Man sollte keine Löcher im AKW bohren

Autor: admin | 07.07.2014

Nein, die Meldung stammt nicht aus dem Sommerloch – zwei Feuerlöscher wurden im AKW Leibstadt mittels Bohrlöcher am Primärcontainment befestigt.


Damit sich jeder etwas darunter vorstellen kann, sollte man wissen, dass ein Primärcontainment eines AKW die innere Schutzhülle der Reaktoren ist. Er ist also zusagen der Teil der Mensch und Umwelt vor dem Austreten radioaktiven Materials schützt.


Übrigens das Primärcontainment ist der Teil, der in Fukushima selbstverständlich noch immer leckt. Zur Kühlung pumpen in Fukushima die Ingenieure Wasser in die Ruinen. Über die Druckkammer gelangt das Wasser in die ursprünglich abgeschirmten Containments und von dort aus in die unteren Bereiche der Reaktoren sowie in das Maschinenhaus. Unterwegs umspült das Wasser die geschmolzenen Kernbrennstäbe, wodurch es stark kontaminiert. Diese unterschiedlich stark belastete Kühlflüssigkeit wird von Fukushima-Daiichi zwischengelagert. Insgesamt befinden sich mittlerweile mehr als 300 000 Tonnen kontaminiertes Kühlwasser in Auffangbecken. Einige Tausend Brennstäbe müssten noch geborgen werden. Kurz gesagt, die Japaner wären wohl froh, wenn sie nur ärger wegen eines Bohrlochs hätten.


Das AKW Leibstadt gibt sich etwas verwundert über die Reaktion des ENSI, seien doch die Bohrlöcher sofort angedichtet worden. Man fragt sich dabei, ob das Management von Leibstadt sich nur naiv stellt, und kann nur hoffen, dass dem so ist. Alle anderen Möglichkeiten wären erschreckender. Wir können dem Leiter der Aufsichtsbehörde Georg Schwarz nur zustimmen „so etwas darf nicht passieren“. Wenn Sie Ihren Wechselrichter montieren schauen Sie also nach welche Wand sich dahinter befindet!


Selbstverständlich kann mit Solaranlagen so etwas nicht passieren, zumindest nicht, wenn man sie nicht an einem alten AKW installieren will.